Unternehmen, die ihre Abläufe digitalisieren und gleichzeitig eine flexible und global verteilte Belegschaft aufbauen, benötigen einen Sicherheitsansatz, der diesen großen Veränderungen gewachsen ist.

Schwerpunkt von Zero Trust ist der Schutz von Anwendungen und Daten. Dabei wird ein besonderes Augenmerk auf kontinuierliche Verifizierung und automatische Durchsetzung gelegt. Beides ist angesichts zunehmender Bedrohungen durch Cyberkriminelle, die auf Netzwerke zugreifen und den ganzen Geschäftsbetrieb zum Stillstand bringen können, unerlässlich.

Der Umfrage „Cyber Security Breaches Survey 20231“ zufolge waren in den letzten zwölf Monaten 59 % der mittelständischen und 69 % der großen Unternehmen mit einer Sicherheitsverletzung oder einem Cyberangriff konfrontiert. 

Die Foundry Security Priorities Study 20222 hat ergeben, dass Zero Trust zu den drei wichtigsten Technologien gehört, für die Sicherheitsverantwortliche ihre Budgets ausgeben, und dass 80 % der IT-EntscheidungsträgerInnen bereits einen oder mehrere Schritte in Richtung Zero Trust unternommen haben.

Doch die Einführung von Zero Trust ist recht komplex. Gartner3 geht zwar davon aus, dass 60 % der Unternehmen bis zum Jahr 2025 Zero Trust als Ausgangspunkt für Ihre Sicherheitsstrategie einführen werden, doch mehr als die Hälfte wird die Vorteile nicht adäquat nutzen können. 

Warum ist das so? Ursächlich hierfür sind fünf zentrale Herausforderungen.

1. Es gibt keine Komplettlösung

Zunächst ist Zero Trust eher ein Framework als eine Lösung. Unternehmen können es nicht einfach kaufen und bereitstellen. Mit den Worten von Gartner:4 Sie müssen es als „Sicherheitsprinzip und organisatorische Vision“ sehen, die „eine andere Unternehmenskultur und klare Kommunikation erfordert, um sie in die Geschäftsergebnisse zu integrieren“. Unternehmen müssen sich mit dem Konzept Zero Trust zunächst umfassend auseinandersetzen und anschließend die Umstellung sorgfältig planen und durchführen. Viele finden es jedoch schwierig, den richtigen Ausgangspunkt zu finden, oder sind sich sogar unsicher, ob ihr Vorgehen richtig ist.

2. Mangelnde Integration

Da es keine Lösung aus einer Hand gibt, müssen Unternehmen außerdem ihre eigenen Ansätze entwickeln und verschiedene Produkte, Services und Tools von unterschiedlichen Anbietern darin integrieren. Oder, wie es Herb Kelsey5, Industry CTO for Government bei Dell Technologies, ausdrückt: „Bei der Implementierung von Zero Trust müssen oft Dutzende verschiedener Lösungen miteinander kombiniert werden, die zwar einzelne Probleme lösen, aber nur wenige Integrationsmöglichkeiten bieten.

Oft ist es Aufgabe des Kunden, diese unterschiedlichen Lösungen miteinander zu verbinden.“

Dies ist riskant, da durch die stückchenweise Anwendung von Zero Trust wichtige Teile des Netzwerks angreifbar bleiben können.

3. Schutz veralteter Technologie

Erschwerend kommt hinzu, dass viele Unternehmen mit vorhandener Technologie arbeiten müssen, die sich nicht ohne Weiteres in ein Zero-Trust-Framework einfügen lässt. Veraltete Infrastrukturen und Anwendungen stellen eine enorme Herausforderung dar, aber auch Schatten-IT-Programme und abteilungsinterne Datensilos können die Aufgabe zusätzlich erschweren. Die Identifizierung von Ressourcen und das Management von Nutzerrechten bilden das Herzstück von Zero Trust, doch viele Unternehmen verfügen nicht über die hierfür erforderliche Transparenz. 

4. Eine nie endende Aufgabe

Dies ist nur einer der Gründe dafür, dass Zero Trust so arbeitsintensiv ist – nicht nur bei der Integration von Lösungen, dem Schutz von Netzwerkressourcen und der Einrichtung von Zugriffskontrollen, sondern auch in Bezug auf die kontinuierliche Analyse und Wartung des Systems. Unternehmen benötigen strenge Prozesse für die Erstellung und das Management von Identitäten. Andernfalls riskieren sie Sicherheitslücken, die durch zukünftige Bedrohungen ausgenutzt werden können.

5. Unterbrechungen sind unvermeidbar

Zudem ist die Umstellung auf Zero Trust unweigerlich mit Unterbrechungen verbunden. Gerade zu Anfang kommt es öfter zu Problemen beim Zugriff auf Ressourcen durch NutzerInnen und zu verschiedensten Schwierigkeiten mit Zugriffsrechten und Konflikten in bestehenden Systemen. Dies kann die Produktivität beeinträchtigen oder dazu führen, dass die Einführung durch die NutzerInnen abgelehnt wird, wenn sie die Hintergründe und den geschäftlichen Nutzen nicht verstehen.

Leider gibt es keine einfache Lösung für all diese Herausforderungen. Unternehmen können jedoch ihre Erfolgschancen maximieren, indem sie klein anfangen, langsam skalieren, sorgfältig planen und entlang des Weges auf Sicherheitslücken achten.

Außerdem können sie mit Technologieanbietern wie Dell Technologies und VMware zusammenarbeiten, die über umfassendes Fachwissen in Bezug auf Zero Trust und die Produkte und Lösungen verfügen, die eine sichere Grundlage hierfür schaffen können.

Die von Dell Technologies ins Leben gerufene Brancheninitiative Project Fort Zero bringt mehr als 30 führende Technologieanbieter zusammen, um den Weg zu Zero Trust zu beschleunigen. Darüber hinaus hat VMware Zero-Trust-Prinzipien in seinen Technologie-Stack sowie in seine digitale Workspace-Plattform Workspace ONE integriert.

Erfahren Sie hier mehr über die Partnerschaft von Dell und VMware

UK Government, Cyber security breaches survey 2023, March 2023

Foundry Security Priorities Study 2022, September 2022

3 Gartner, Gartner Unveils the Top Eight Cybersecurity Predictions for 2022-23, June 2022

Gartner, Gartner Predicts 10% of Large Enterprises Will Have a Mature and Measurable Zero-Trust Program in Place by 2026, January 2023

Dell Technologies, How can a Zero Trust security model help my business? May 2023

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